FAQ

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Aus was besteht der Unterboden von FINETT Nadelvlies?

In der Rückenschicht aller zweischichtigen Beläge kommen zu 100 % synthetische Recyclat-Fasern zum Einsatz. Die Fasern stammen über alle Produkte hinweg gesehen jeweils zur Hälfte aus Produktionsüberschüssen der Industrie (pre-consumer) und aus Rückläufern von Konsumenten (post-consumer).

Je nach Konstruktion beträgt der Anteil der Rückenschicht am Fertigprodukt zwischen 40 % und 60 %. Unterstellt man für den Einsatz der in der Rückenschicht verarbeiteten Recycling-Fasern eine realistische CO2-Ersparnis von 50 % (im Vergleich zu einer Rückenschicht aus „herkömmlichen“ synthetischen Fasern), resultiert daraus für den fertigen Nadelvlies-Bodenbelag eine Reduzierung des Treibhauspotentials um 20-30 %.

Was ist bei Recyclingmaterial der Unterschied zwischen Pre-Consumer und Post-Consumer?

Die Pre-Consumer-Materialien zeichnen sich durch einen konstanten Qualitätsausfall aus und sichern die Strapazierfähigkeit und Langlebigkeit der textilen Rückenschicht und damit des kompletten Nadelvlies-Bodenbelags. Die Post-Comsumer-Fasern haben bereits einen kompletten Lebenszyklus durchlaufen, was sie unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit und damit der CO2-Vermeidung besonders wertvoll machen.

Was sind die besonderen Anforderungen an Bodenbeläge in Räumen mit EDV-Geräten?

Gemäß einer Empfehlung des Zentralverbandes der Elektrotechnischen Industrie e. V. (ZVEI) sind die am Markt erhältlichen EDV-Geräte so konzipiert, dass Personenaufladungen bis 5 kV keine Störungen hervorrufen.

Im Normalfall reicht es deshalb, wenn in Büroräumen, Schulungsräumen usw. Nadelvlies-Bodenbeläge verlegt werden, die mit dem Zusatzsystem "antistatisch" gekennzeichnet sind. Diese weisen eine maximale Aufladung von 2 kV auf, so dass eine Reserve von mindestens 3 kV zur vom ZVEI angegebenen Empfindlichkeitsgrenze besteht.

Was ist der Unterschied zwischen antistatisch, ableitfähig und elektrisch leitend?

Einstufung   Beschreibung
  Einsatzbereich
  Anforderungen nach EN 14041
antistatisch

 

Durch das Begehen evtl. erzeugte Aufladungen werden schnell auf eine möglichst große Fläche verteilt. Dadurch werden unangenehme oder  an elektronischen Geräten störende Entladungen vermieden.

  Übliche Büro- und Schulungsräume mit EDV-Anlagen.   < 2kV Grenzaufladung
elektrostatisch ableitend

 

Elektrostatische Personenaufladungen die z. B. durch das Reiben der Oberbekleidung an Möbelpolstern entstehen, werden vom Bodenbelag über die Gebäudeerdung abgeleitet. Eine Ableitung ist jedoch nur dann möglich, wenn leitfähiges Schuhwerk getragen wird.

 

Medizinische Bereiche oder Bereiche, in denen die Montage oder Wartung von elektronischen Bauteilen usw. erfolgt.

 

Durchgangswiderstand
< 1 x 109 Ohm

elektrisch leitfähig   Elektrostatische Personenaufladungen die z. B. durch das Reiben der Oberbekleidung an Möbelpolstern entstehen, werden vom Bodenbelag über die Gebäudeerdung abgeleitet. Eine Ableitung ist jedoch nur dann möglich, wenn leitfähiges Schuhwerk getragen wird.   Explosionsgefährdete Bereiche wie Anästhesie- oder OP-Räume, Laboratorien, Munitionsdeports  usw. sowie Räume mit brennbaren Flüssigkeiten.   Durchgangswiderstand

< 1 x 106 Ohm

Was muss bei der Verlegung leitfähiger Bodenbeläge beachtet werden?

Bei der ableitfähigen bzw. leitfähigen Verlegung muss grundsätzlich eine leitfähige Verbindung zwischen dem leitfähigen Oberbelag und der Schutzerde (Potentialausgleich) geschaffen werden. Dazu dienen in erster Linie leitfähige Klebstoffe, die einerseits den Belag vollflächig am Untergrund festhalten und andererseits einen Kontakt zur Querleitschicht herstellen. Diese bildet die leitfähige Verbindung zur Schutzerde.

Was sagt die Trittschallminderung nach ISO 10140 aus?

Die Trittschallminderung gibt an, um wie viel sich der Trittschallpegel einer Rohdecke durch Aufbringen eines Bodenbelags verbessert. Herumlaufende Personen oder Stühlerücken sollte man im Idealfall im darunterliegenden Raum nicht hören.

Zur Bestimmung der Trittschallminderung eines Bodenbelags (früher auch als Trittschallverbesserungsmaß bezeichnet) wird der Bodenbelag auf einer massiven Bezugsdecke ausgelegt und die Lärmminderung über ein Frequenzbereich von 100 bis 3150 Hz gemessen (s. Abbildung).

Unser Premiumprodukt FINETT VISION erzielt eine Trittschallminderung von 25 dB. Nach unseren Erkenntnissen gibt es aktuell keinen Nadelvlies-Bodenbelag für den Objektbereich, der über eine höhere Trittschallminderung verfügt. Zum Vergleich: Die Trittschallminderung von Hartboden (Laminat) auf einer Dämmunterlage liegt bei 18 dB.

Was sagt der Schallabsorptionsgrad nach ISO 354 aus?

Die Raumschallminderung von Bodenbelägen (auch Raumschallabsorption genannt) wird durch den Schallabsorptionsgrad (αW) angegeben.

Dazu wird in einem Hallraum die Raumschallminderung/Raumschallabsorption über einen Frequenzbereich von 125 bis 4000 Hz ermittelt.

Welcher Nadelvlies von FINDEISEN hat die besten akustischen Eigenschaften?

FINETT VISION weist eine Trittschallminderung von 25 dB auf. Nach unseren Erkenntnissen gibt es aktuell keinen Nadelvlies-Bodenbelag für den Objektbereich, der über eine höhere Trittschallminderung verfügt.

Der Schallabsorptionsgrad (αW) von FINETT VISION beträgt 0,20. D. h. der Sprechschall sowie alle anderen im Raum vorkommenden Schallquellen werden gemittelt über den oben genannten Frequenzbereich von 125 bis 4000 Hz um 20 % reduziert. Wichtig ist aber auch die Betrachtung der Einzelwerte der Raumschallminderung: Gemäß der nebenstehenden Grafik mindert FINETT VISION im für die menschliche Stimme relevanten Frequenzbereich von 300-5000 Hz, den Raumschall sogar um bis zu 80 %!

Woher stammen die Recyclingfasern in den Nadelvlies-Unterböden?

"Pre-Consumer“ Materialien
Wir beziehen unsere Recyclingfasern von einem Lieferanten, der Produktionsabfälle aus der Textil verarbeitenden Industrie aufkauft. Hierbei handelt es sich also um Materialien, die noch nicht an den Verbraucher gelangt sind. Dabei handelt es sich z.B. um Konfektionsabfälle aus der Bekleidungsindustrie oder Produktionsreste, die bei der Herstellung von technischen Textilen (z.B. Airbag-Geweben oder Filtermaterialien) anfallen. In jedem Fall handelt es sich aber um textile Flächengebilde (in der Regel Vliesstoffe, Gewebe, Gewirke, Gestricke oder Nadelfilze). Unser Lieferant sortiert diese textilen Flächengebilde nach Farbe, Konstruktion und Zusammensetzung und führt dann mit mehreren hintereinandergeschalteten Reißmaschinen einen mehrstufigen Reißprozess durch , um die genannten  textilen Flächengebilde idealerweise in die Einzelfaser zu überführen. In jedem Fall wird aber ein Material einer höheren Fertigungsstufe (nämlich ein ursprünglich aus Fasern oder Garnen gefertigtes textiles Flächengebilde)  durch einen mehrstufigen  Reißprozess bearbeitet und wieder in die Ausgangskomponenten (die Einzelfaser) getrennt. 

 „Post-Consumer“ Materialien
Unser Lieferant kauft Altextilien wie z.B. getragene Kleidung, aus Fahrzeugen ausgebaute Airbag-Gewebe oder aus Industrieanlagen stammende Filtermaterialien auf. Hierbei handelt es sich also um Materialien, die bereits einen Produktlebenszyklus durchlebt haben, d.h. vom Verbraucher oder der Industrie bereits genutzt wurden. Auch bei den Alttextilen handelt es sich aber um textile Flächengebilde - in der Regel Vliesstoffe, Gewebe, Gewirke, Gestricke oder Nadelfilze. Unser Lieferant sortiert diese textilen Flächengebilde nach Farbe, Konstruktion und Zusammensetzung und führt dann mit mehreren hintereinandergeschalteten Reißmaschinen einen mehrstufigen Reißprozess durch, um die genannten Alttextilen idealerweise in die Einzelfaser zu überführen. In jedem Fall wird aber auch hier ein Material einer höheren Fertigungsstufe (in diesem Fall handelt es sich sogar um ein textiles Flächengebilde der höchsten Fertigungsstufe) durch einen mehrstufigen Reißprozess bearbeitet und wieder in die Ausgangskomponenten (die Einzelfasern) getrennt.